Geschichte des Haflingerhofes

Es war einmal der "Pony-Noack" aus Schlabendorf bei Luckau, der mit seinen Söhnen die Shetlandponyzucht ab 1965 über viele Jahre betrieben hat. Dort sammelten die Söhne in schon frühester Jugend die Erfahrungen in der Pferdezucht.

Der Jüngere der beiden Söhne überredete den Vater, noch auf dem elterlichen Betrieb, zum Kauf eines größeren Pferdes. Durch den Zukauf einer Kleinpferdscheckstute und der Anpaarung mit einem Haflingerhengst war die Voraussetzung für die Haflingerzucht zuerst in Kreuzung gegeben. So wurde am 21.02.1974 das erste Fohlen aus der vorgenannten Stute das haflingerfarbende Hengstfohlen "Monti" des Züchters Dietmar Noack aus Schlabendorf Dorfstraße 60 geboren.

Dieser zweitgeborene Sohn verließ den elterlichen Betrieb und durch Familiengründung sowie Kauf eines Grundstücks wurde die Pferdezucht 1978 in der Spreewaldstadt Lübbenau neu aufgebaut. Obwohl die zwei Shetlandponystuten vom elterlichen Betrieb den Anfang leichter machten, waren es immer die Haflinger oder Haflingerkreuzungen denen das Interesse galt. Neben den ein bis zwei Zuchtstuten wechselten in dieser Zeit die Pferde im Stall sehr oft. Das geschah meist wegen der großen Nachfrage an gut gefahrenen Gespannpferden. Die ausgebildeten Jungpferde bzw. korrigierten älteren Pferde fanden regen Zuspruch.

Erst 1985 gelang es eine originale Haflingerstute zu erwerben. Die Pferdezucht und die dazugehörige Landwirtschaft wurde bis Ende 1990 nur im Nebenerwerb als Hobby betrieben. Während dieser Zeit waren bereits Hochzeitskutsch-, Kutsch- und Kremserfahrten bei "Noacks" im Angebot. Durch den gezielten Zukauf von drei Haflingerstutfohlen 1990 vom damaligen Obstgut Kunnerwitz wurde die Grundlage für den heutigen Stutenbestand gelegt. Alle heutigen im Bestand befindlichen Stuten sind stationär leistungsgeprüft und überwiegend mit einer Staatsprämie ausgezeichnet. Schon während dieser Zeit haben die drei Söhne Mike, Bernd und Martin die Haflinger lieb gewonnen und den Umgang mit diesen erlernt. Für die Söhne wurde 1989 eine hochtragende Shetlandponystute gekauft. Das aus dieser Stute im 25.04.1989 geborene Stutfohlen und dessen Nachzucht befinden sich noch heute auf dem Hof.

Am 01.01.1991 wurde der heutige Haupterwerbslandwirtschaftsbetrieb der "Haflingerhof Noack" gegründet. Betriebsinhaberin wurde Marlies Noack die Ehefrau von Dietmar Noack.
Mit dem Kauf des ersten Haflingerhengstes dem reingezogenen, aus Nordtirol importierten Hengst liz. Almprinz wurde die Grundlage für die heutige Haflingerdeckstation gelegt. Der ständig größer werdende Betrieb und das Anwachsen der Pferdeanzahl veranlasste die Familie Noack zum Suchen eines größeren Arials. Am 10.03.1999 konnte dann die heutige Betriebsstätte in einem sehr defizienten Zustand erworben werden. Nach intensiver Bautätigkeit war dann die Umsiedlung des bestehenden Betriebes und die Eröffnung des heutigen Betriebes in Groß Klessow am 29.10.2000 möglich.

Im Jahre 2006 wurde Hochzeit im Hause Noack gefeiert. Der älteste Sohn Mike heiratete die ebenso Pferdeverrückte Madeleine (geb. Szonn), mit der er gemeinsam seine Illusionen und Träume vom erfolgreichen Unternehmen weiter verwirklichte. 10 Jahre später übergab ihm seine Mutti das Zepter und Mike wurde Betriebsinhaber des Haflingerhof Noack.  

Seit 2016 ist der Haflingerhof Noack Ausbildungsbetrieb für Pferdewirte und konnte schon zwei Azubis erfolgreich ausbilden. Neben Madeleine und zwei neuen Azubis (1&2 Lj.) sind noch drei weitere Angestellte auf dem Hof beschäftigt. 

Seit 1991 wurden 42 Haflingerstuten des Betriebes mit einer Staatsprämie ausgezeichnet. 19 Haflingerhengste sind aus der hofeigenen Aufzucht gekört worden. Zum heutigen Bestand gehören neben den 15 Pensionspferden auch 45 betriebseigene Pferde. Für die Kinder sind neben Hund, Katze, Schaf und Ziege auch Hühner, Kaninchen, Tauben, Fasane und Faun am Hof.